Geschichte


Die Theatergruppe "Berndorfer Kirchenmäuse" wurde im Herbst 1993 von der damaligen Pfarrfrau Marion Löffler ins Leben gerufen. 

Bereits im Februar/März 1994 wurde das erste Stück ("Die vertagte Nacht"), eine Komödie von Arnold und Bach, die in der Zeit der 20er Jahre spielt, auf die Bühne gebracht, als Regisseur engagierte man Reinhold Kerner. 

 

Es folgte im November 1995 die Aufführung "Der doppelte Moritz", der Autoren Toni Impekoven und Carl Mathern, welche die privaten und geschäftlichen Sorgen eines Großindustriellen beinhaltete und ebenfalls in gewohnt humorvoller Darstellung und Komik das Publikum zum Lachen brachte. 

 

Angespornt, auch von dem überaus positiven Zuspruch seines Publikums, wagten sich die Kirchenmäuse im November 1996 an die Komödie "Der Meisterboxer", bei der auch wieder der Einfallsreichtum der Darsteller in Hinblick auf Kostüme, Bühnenbild und Maske gefordert war und die bis heute für das eine oder andere Schmunzeln sorgt.

 

1997 wagten die Kirchenmäuse unter der Regie von Gisela Sesselmann die ersten Schritte auf bis dahin für sie unbekanntes Terrain: weg vom deutschen Schwank, hin zur britischen Boulevardkomödie. Mit "Ein Schlüssel für zwei" von John Chapman und David Freeman begann für die Gruppe eine neue Ära, die sie im Jahr darauf mit der Komödie "Wie wär's denn, Mrs. Markham?" von Ray Cooney und ebenfalls John Chapman fortsetzten.

1999 konnten die Kirchenmäuse mit Marc Camolettis "Hier sind sie richtig" ihren bis dahin größten Erfolg was die Spendengelder angeht feiern.

 

2000 konnten sie diesen Rekord mit "Und das am Hochzeitsmorgen" von den bereits bekannten Autoren Chapman und Cooney erneut toppen: fast 10.000 DM wurden damals gespendet.

 

2001 begaben sie sich mit "Hurra ein Junge" von Arnold und Bach erneut zurück auf das sichere Terrain des deutschen Schwanks, wobei als Co-Regisseurin Christa Bialas-Müller zur Truppe stieß, spielten 2002 aber bereits erneut ein Stück von Ray Cooney: "Außer Kontrolle".

 

Die 2003 aufgeführte französische Boulevardkomödie "Der Floh im Ohr" von Georges Feydeau wurde ein voller Erfolg, ebenso wie das im Jahr darauf gespielte "Der Tag, an dem der Papst entführt wurde" von Joao Bethencourt.

 

2005 spielten die Kirchenmäuse Norman Robbins Comedy-Thriller "Zum Henker mit den Henks", bei dem sie mit trockenstem britischen Humor aufwarteten.

 

2006 folgte darauf erneut ein deutsches Stück: Otto Schwartz und Georg Lengbachs "Der Bräutigam meiner Frau", das bis heute den Rekord für die höchste anschließende Spendensumme hält.

 

2007 spielten die Kirchenmäuse "Und alles auf Krankenschein" von Ray Cooney, dessen Bruder Michael schrieb das darauf folgende Stück "Und ewig rauschen die Gelder".

 

2009 und 2010 sorgten zwei Stücke von Regina Rösch für echte Kassenschlager: zuerst "Die Nacht der Nächte" und anschließend "Onkel Herrmann und die Plunderhosen", beide vom Thurnauer Publikum geliebt.

 

Nachdem 2011 "Die Stoppuhrfamilie" von Ken Parker gespielt wurde, führten die Kirchenmäuse 2012 Hugo Wieners Verwechslungskomödie "Die blaue Maus" auf.

 

Anschließend ging es für die Gruppe 2013 anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums ihres Bestehens zurück zu den Anfängen: es kam zu einer Neuauflage des ersten Stückes "Die vertagte Nacht".

 

2014 spielten die Kirchenmäuse trotz anfänglicher Probleme bei der Besetzung nach dem Ausscheiden mehrerer tatkräftiger Unterstützer, denen viel Dank gilt, John Chapmans und Peter Vincents "Liebe auf allen Etagen". Diese Saison war die erste, bei der keiner der ursprünglichen Darsteller von 1994 mehr auf der Bühne stand, erst als das Stück Anfang 2015 zur finanziellen Unterstützung der neu gegründeten Thurnauer Kleiderkammer wiederholt wurde, kehrte Ingrid Erhardt zurück.

Nach mehreren Neu- und Wiederzugängen wurde 2015 "Ein gemütliches Wochenende" von Jean Stuart aufgeführt.

 

2016 steht erneut eine Neuauflage im Spielplan: die Kirchenmäuse befinden sich aktuell in der frühen Probephase für "Außer Kontrolle".

 

Stützten der Akteure im Soufflierkasten waren im Laufe der Jahre Christine Kretter, Helga Kruse, Petra Mechtold, Klaus Klink, Susanne Kretter, Barbara Rabold und zuletzt Simon de Ridder. Als Schatzmeister und Kirchenmaus der ersten Stunde war bis 2016 Reinhold Wiesenmüller tätig, er wird abgelöst von Andrea Hofmann. Für die jedes Mal aufs neue eindrucksvollen Kostüme zeichnet sich Rosi Schneider verantwortlich, während die Stylingbereiche Make-Up Heidi Lenz und Frisuren Katja de Ridder jedes Jahr erneut meistern, letztere löste den langjährigen Stammsalon der Kirchenmäuse, den Salon Hänseler, ab. 

 

Die von den Kirchenmäusen bespielte Bühne im Schützenhaus Thurnau wird jedes Jahr von Heinz Sesselmann aufgebaut und dank seiner unverzichtbaren Flexibilität an die Gegebenheiten der jeweiligen Stücke angepasst.

 

Die Regie übernahm zunächst Reinhold Kerner, der 1997 durch Gisela Sesselmann abgelöst wurde, die seither als Regisseurin die Gruppe nachhaltig prägt und seit 2001 durch Christa "Bibi" Bialas-Müller künstlerisch unterstützt wird.